Rams News (re) — Für die volle Bank der Rams war der SC Lehr keine große Herausforderung.

Ravensburg begann hellwach. Es war Gianluca Rizzo, der in seinem letzten Spiel für die Rams, das erste Tor des Abends warf. Das Spiel der Lehrer war zu diesem Zeitpunkt geprägt von Fehlwürfen und technischen Fehlern im Angriff. So gelang es Ravensburg mit hohem Tempo den Abstand etwas auszubauen. Die Donaustädter scheiterten bei den 7-Meter Würfen häufig auch an Jakob Weißhaar, dem Torhüter des TSB.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit stieg die Fehlerquote der Rams etwas an. Durch Wechsel der Rückraumspieler wurde das aber gut kompensiert. Ballgewinne in der eigenen Abwehr wurden mit Tempogegenstöße meist erfolgreich abgeschlossen. Insgesamt wirkte die 6:0 Abwehr sehr kompakt und auf diesen Gegner passend eingestellt. Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte konnten sich die Schussentäler einen leichten Vorsprung von 4 Toren erarbeiten. Die Lehrer konnten zu keinem Zeitpunkt diese Führung gefährden.

Nach dem Seitenwechsel wollte Lehr das Spiel drehen und mobilisierte die Kräfte. Ravensburg musste etwas härter zupacken und erhielt in dieser Phase einige Zeitstrafen. Dem Zug im Angriff merkte man diese disziplinarischen Schwächungen nicht ausschlaggebend an. Im Laufe der zweiten Hälfte war es für den Trainer Chrischa Hannawald ohne wesentliche Auswirkungen auf den Spielfluss möglich, alle Feldspieler und auch den zweiten Torhüter in Aktion zu setzen. Eine Schrecksekunde für Ravensburg ereignete sich in der 52. Minute als Rückraumspieler Philipp Liebke unglücklich mit einem Gegenspieler kollidierte und sich dabei eine schmerzhafte Verletzung am rechten Knie zuzog. Trotz sofortiger Behandlung durch den Physio musste er das Spiel beenden. Die Crunch time gehörte eindeutig den RAMS. Lehr war nicht mehr in der Lage dagegenzuhalten. Ravensburg hatte keine Mühe gewonnene Bälle in der Abwehr in Gegenstöße umzuwandeln. Diese konnten dann auch mit geringerem Tempo gelaufen werden, weil die Lehrer am Ende auch leer waren. Die 150 Zuschauer konnten in den Schlussminuten noch einige attraktive Tore sehen. Hervorzuheben ist dabei auch ein Tor vom Fabian Wiedemann, der von ungewohnter Position vom Kreis nach einem schönen Zuspiel von Moritz Ewert in der 58.Minute zum 25:17 einnetzte. Mit dem Schlusspfiff hatte Ravensburg 26 Tore geworfen und nur 19 Tore nicht verhindert. Den guten Teamspirit gilt es am nächsten Samstag in die Sporttasche zu packen, wenn es zu den heimstarken Lindauern geht.

Für Ravensburg spielten: Weißhaar, Kammerer (beide Tor), Wiedemann (1), Trommeshauser (2), Ph. Liebke (3) F. Ewert (4), Rizzo (2), Schmiedel (3), Koßbiehl (1), Werz (1), Funk, Kaut (5 davon 4 als 7-Meter), M. Ewert (4) Becker.