Ersatzgeschwächte TSB Herren mussten sich dem Tabellenzweiten der Bezirksoberliga geschlagen geben.
Mit nur zwei zusätzlichen Feldspielern auf der Bank und ohne etatmäßigen Kreisläufer standen die Rams einer vollbesetzten und hochmotivierten Mannschaft aus Vorarlberg
gegenüber. Lustenau ist nur knapp hinter dem Tabellenführer und versucht natürlich alles um das zu ändern. Die RAMS hingegen konzentrieren sich eher auf die Mannschaften, die sich im Rang unter ihnen bewegen, um den Klassenerhalt abzusichern. Ravensburg begann in der Abwehr sehr aufmerksam in einer 5-1 Formation. Auch vorne schien es zunächst gut zu laufen. Das 1. Tor der Rams durch Jakob Becker von der Linksaußenposition war sehenswert. Es gelang auch eine 2 Tore-Führung, allerdings fiel die Abwehr schnell in sich zusammen. Wieder klappen die Absprachen nicht und der Fokus der Abwehrspieler hatte einen zu engen Winkel. So kam der HC Lustenau durch ihren besten Werfer Simon Fritsch in der 10. Minute zum Ausgleich. Nur kurz danach war Ravensburg hinten und Lustenau übernahm die Partie. Munter konnten die Gäste vom Rhein einnetzen. Die Torhüter der Ravensburger wurden nicht ausreichend von der Abwehr unterstützt und konnten daher nur wenige Treffer verhindern. Mit einer deutlichen 7 Tore Führung für die Gäste ging es in die Pause.
Nach Wiederanpfiff keine signifikante Besserung. Weder im Angriff noch in der Abwehr hatte Ravensburg auch nur ansatzweise Mittel, um das Spiel zu drehen. Der Angriff der Rams war ein Debakel. Spielzüge die nicht konsequent zu Ende gespielt wurden und die Versuche spektakuläre Pässe und Einzelaktionen zu zeigen, gingen deutlich daneben. Das Fehlen des etablierten Kreisläufers machte sich zusätzlich deutlich bemerkbar. Die Spieler, die an der Schlüsselposition temporär eingesetzt worden sind, waren kaum gefährlich. Schnelle Durchbrüche gab es gar nicht. Ballgewinne in der Abwehr wären auch erforderlich gewesen, um Tempogegenstöße zu generieren. Ravensburg kann das, in der Regel, allerdings war die Abwehr nicht wach genug dafür. Symptomatisch für die schlechte Performance zeigte sich auch in der 7-m Wurf Bilanz. Wenn vier von sieben gewährten Strafwürfen nicht im Ziel landen, sagt das etwas aus. Die Mannschaft zeigte keine Spritzigkeit und mit der Abwehr der Hausherren hatte Lustenau leichtes Spiel. Der Spielstand nach 60 Minuten auf der Anzeigetafel zeigte 23:31 für die Gäste.
Ein gebrauchter Tag für Ravensburg. Gewiss, Lustenau ist nicht der Gegner, den man für einen Sieg im Fokus hat, dennoch wären mehr Kampfgeist, mehr Mannschaftsdenken und mehr Tempo Mittel, um die Motivation zu erhöhen und dem Publikum etwas Freude zu bereiten.
Am nächsten Wochenende darf man nach Wangen reisen. Wieder ein übermächtiger Gegner, den man nicht schlagen muss, aber könnte.
Für Ravensburg spielten, Ehrat, Weißhaar (beide Tor), Wiedemann (2), Trommeshauser (3), F. Ewert (3), Rizzo (5), Schmiedel (4/1), Harastko (3) M. Ewert(2/1) Becker (1).