LadyRams werden zum Endgegner für den HC Lustenau.

10.03.2019

DAMEN-Pokal_Lustenau

LADYRAMS NEWS [sn] – In der dritten Runde des Bezirkspokals reisten die Ravensburger Damen am vergangenen Samstag zum Landesligisten HC Lustenau. Zwar wurden die Gastgeberinnen als klarer Favorit gehandelt, die TSBlerinnen galten ihrerseits aber, trotz deutlichen Klassenunterschieds, als Geheimtipp auf den Sieg.

Die ersten Minuten der Partie schienen sich die Teams erst einmal abzutasten, wobei beide Abwehrreihen sehr körperbetont agierten und es über 4 Minuten dauerte, bis schließlich Tamara Stieger zum 0:1 traf. Zwar konnte der HC eine halbe Minute später ausgleichen, die Rams zogen aber durch souveräne Abschlüsse bis zur 11. Minute auf eine 4 Tore Führung davon (1:5). Sichtlich überrascht vom selbstbewussten Auftreten der Schussentälerinnen versuchten die Vorarlberger Damen den Lauf der Gäste nun konsequent zu unterbrechen.

Hierfür schienen sie aber kein geeignetes Rezept zu finden. Nur durch übertriebene Härte, welche bereits in der ersten Halbzeit durch Verwarnungen, Zeitstrafen und fünf sieben Meter geahndet wurde, gelang es den Hausherrinnen das Spiel des Außenseiters zu stören.

Bis zur 27. Minute schlossen die Lustenauerinnen so zum 10:10 auf und wollten in der zwischenzeitlich sehr hektischen Schlussphase der ersten Hälfte das Spiel zu ihren Gunsten drehen. Heino Stieger reagierte mit einem Team-Timeout und ermahnte seine Mannschaft wieder geduldiger zu spielen und die Einladung zu zu schnellen Abschlüssen nicht anzunehmen. Annika Duttle brachte Ravensburg durch einen erfolgreich verwandelten Strafwurf wieder in Führung und man zog sich beim Stand von 10:11 zur Besprechung in die Kabinen zurück.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste geendet hatte. Die HClerinnen foulten hart, mussten in Unterzahl spielen und Annika Duttle verwandelte souverän einen weiteren Siebenmeter (10:12). Tamara Stieger, die in dieser Begegnung die meisten Feldtore erzielte und für den Landesligisten unhaltbar am Kreis war, erhöhte zum 10:13 und zeigte auch in der Defensive einmal mehr ihre Spielklasse. Auch wenn die Partie immer härter wurde und das Österreichische Team vor heimischem Publikum die Wende mit allen Mitteln herbeiführen wollte, gelang es ihnen nicht an den LadyRams vorbeizuziehen. Variantenreich und von allen Positionen gefährlich bauten die Turmstädterinnen ihre Führung weiter aus (15:19). Sabrina Szabo, die im Ravensburger Tor wieder einmal den nötigen Rückhalt bot und mit einigen Paraden glänzen konnte, verletzte sich unglücklich an der Schulter, biss aber auf die Zähne und zog das Spiel weiter durch. Die Letzten Spielminuten wurde es noch einmal unnötig spannend und es galt den knappen Vorsprung (21:22) intelligent zu verwalten. Melina Hömberger erlöste ihr Team in der 60. Minute schließlich mit ihrem Treffer zum 22:24. Zwar traf Lustenau fünf Sekunden vor Schluss noch einmal, die Führung blieb aber, wie während des gesamten Spiels auf Ravensburgs Seite. Mit 23:24 endete schließlich die Begegnung verdienst zu Gunsten der LadyRams, die somit die Sensation geschafft und den drei Ligen höher spielenden Gegner in eigener Halle geschlagen haben. Gemeinsam mit der ersten Herrenmannshaft des TSB ziehen sie nun verdient ins Final Four des Bezirkspokals ein.

TSB: Szabo, Wurst (beide Tor), Rieger, Duttle(8/6), Ott(1), Rodewald(1), Stieger(7), Hömberger(4), Snellgrove(2), Buchmann, Fimpel(1)