Der Traum von der Meisterschaft ist für die LadyRams ausgeträumt.

08.03.2018

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LADYRAMS NEWS [sn] Mit zu viel Nervosität und Respekt empfingen die Ravensburger Damen den Tabellenführer aus Wangen in der Kuppelnauhalle zum Rückspiel. Vor Anpfiff der Partie hatte man noch eine kleine, aber reelle Chance, im Meisterschaftskampf ein Wörtchen mitzusprechen.

Auf beiden Seiten war von Beginn an die Anspannung zu spüren. Beide Teams verteidigten kompromisslos und man zwang sich gegenseitig, die mehrfach unterbrochenen Angriffe nur schwer zum Abschluss zu bringen. Bis zur 16. Minute hielt sich der TSB gegen den körperlich überlegenen Gegner gut im Spiel. Beim Stand von 4:6 brachen die Ravensburgerinnen aber erstmals ein und erlaubten sich zu viele technische Fehler, die von den Allgäuer Gästen umgehend bestraft wurden.

Bis zur 22. Minute zogen die MTGlerinnen durch schnelle Konter bis auf 4:10 davon und traten mit noch breiterer Brust auf. Während bei den Rot-Weißen die Körpersprache deutlich zeigte, dass sie ihrer Favoritenrolle gerecht werden wollten, hatten die Turmstädterinnen große Probleme ihre Fähigkeiten abzurufen. Mit Willensstärke und Kampfgeist hielt sich das Team um Trainer Heino Stieger aber im Spiel und kam so, bis zur Halbzeit, wieder auf 9:12 Tore heran.

Durch Verletzungen war der vorab schon geschwächte Ravensburger Kader weiter geschrumpft und so musste Coach Stieger nach Motivationsarbeit und Vermittlung technischer Details auch noch die Aufstellung seiner Mannschaft ändern. Diese Maßnahme zeigte sich aber keinesfalls als Nachteil. Es waren zwar zunächst die Gäste, die den besseren Start erwischten und bis auf 13:22 davonzogen, der TSB bewies in dieser Phase aber Rückgrat und wollte sich vor den zahlreichen Zuschauern nicht kampflos geschlagen geben.

Eingeläutet durch den Treffer zum 14:22, von Amela Celahmetovic, ging ein Ruck durch die Reihen der LadyRams die sich noch einmal auf die Hinterbeine stellten. Allen voran Nadine Steiner bewies Moral und Selbstbewusstsein und machte von der linken Außenposition ordentlich Druck auf die gegnerische Torfrau. Mit 5 Toren war sie zweitstärkste Angreiferin auf Seiten des TSB und wurde zu Recht vom Publikum gefeiert. Zu der Gewissheit, dass in diesem Spiel kein Sieg mehr möglich war, verletzte sich Steiner in der hitzigen Schlussphase massiv am Knie, musste vom Feld getragen werden und fällt nun unglücklicherweise auf unbestimmte Zeit aus. Viel zu spät nahm der Angriff der Gastgeberinnen danach noch einmal Fahrt auf und man erzielte in den letzten Spielminuten 6 Tore, die zumindest kosmetisch das Ergebnis beeinflussten. Mit 25:29 endete die spannende und leider auch verletzungsreiche Partie zwischen dem TSB Ravensburg und der MTG Wangen 2.

Das nächste Highlight steht in 2 Wochen auf dem Programm, wenn die LadyRams  den Konkurrenten aus Lindau in Ravensburg begrüßen und es noch einmal um wichtige Punkte geht.

TSB: Siegel(Tor), Buchmann(1), Rieger, Steiner(5), Snellgrove, Rodewald(1), Celahmetovic(10/1), K.Fimpel, Hömberger(1), Maier(1), Stieger(4), S.Fimpel(2)