Starke Rams bezwingen Biberach

04.02.2018

Biberach_Luki

RAMS NEWS Bericht der SZ Ravensburg tk Starkes Spiel, tolle Stimmung in der Halle und ein Derbysieg obendrauf. Für den TSB Ravensburg war es am Samstag ein Abend wie gemalt. Gegen die TG Biberach setzten sich die Rams in der Handball-Landesliga mit 28:26 (16:13) durch und machten einen weiteren Schritt Richtung Klassenerhalt.

Wie viel den Ravensburgern der Derbysieg bedeutete, war nach der Schlusssirene unschwer zu erkennen. Die Spieler jubelten auf dem Feld, der Sportliche Leiter Günter Niederer schrie seine Freude heraus und Trainer Levente Farkas ballte immer wieder die Fäuste. „Endlich haben wir uns mal belohnt“, sagte Niederer. Denn im bisherigen Saisonverlauf haben die Rams schon den einen oder anderen Favoriten mächtig geärgert. Doch am Ende ging der Aufsteiger meist als Verlierer vom Platz. Gegen die TG Biberach, eines der Topteams der Landesliga, zeigte der TSB von Beginn an ein starkes Spiel.

Biberachs Trainer Cosmin Popa dagegen war alles andere als gut gelaunt. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Popa. „Das war hinten eine schwache Deckung, vorne hatten wir kein Konzept.“ Die Rams hatten ein Konzept: stabile Deckung und Würfe aus dem Rückraum. Nach kleinen Startschwierigkeiten, Claudius Frank und Niklas Bruder scheiterten am TG-Torwart Simon Ellek, machte es Ravensburg den Gästen in der Kuppelnauhalle sehr schwer.

Treffer übers ganze Feld

Simon Schmiedel und Julian Langlois warfen die 5:3-Führung heraus, ehe Biberach durch Markus Braun konterte (5:5). Vor allem gegen Schmiedel hatten die Biberacher in der ersten Halbzeit jedoch keine Mittel. Neun Treffer warf der Ravensburger in den ersten 30 Minuten, darunter waren drei spektakuläre Tore über das ganze Feld. Denn Popa ging – wie oft bei der Handball-Europameisterschaft zu sehen war – viel Risiko und nahm im Angriff seinen Torwart für einen weiteren Feldspieler herunter. Das rächte sich am Samstag. Dazu kam aufseiten der Rams ein überzeugender Auftritt von Torwart Joachim Neff. Biberach haderte viel mit sich selbst, auf der Bank wurde viel geschimpft. Auf dem Feld warfen Mario Geiß, Langlois und Schmiedel die 16:13-Pausenführung für die Rams heraus.

Nach dem Seitenwechsel agierte Biberach mit einer offensiveren Abwehr – zunächst mit Erfolg. Zwar führten die Ravensburger nach einer starken Parade von Neff und einem Tor von Bruder mit 20:17. Doch dann vergaben die Rams einige Chancen und leisteten sich ein paar Ballverluste. Biberach führte dank Braun und Bogdan Botezatu in der 49. Minute mit 22:21. „Ich hatte schon ein bisschen Angst in dieser Phase“, gab Niederer zu. Seine Spieler kassierten die eine oder andere Zeitstrafe zu viel. Die TG dagegen zeigte nun ab und an ihre spielerische Klasse.

Reichle in den Winkel

Simon Krais sorgte noch für das 23:22 der Biberacher, doch dann legten die Rams eine hervorragende Schlussphase hin. Alexander Reichle setzte von Linksaußen den Ball klasse in den Winkel zum 25:24, nach einem Ballgewinn in der Abwehr erhöhte Geiß auf 26:24. Die Zuschauer auf der Tribüne – darunter die ehemaligen Spieler Gabor Kutas und Gabriel Stanciu – waren aus dem Häuschen.

Biberach schwächte sich durch Zeitstrafen gegen Jonas Dück und Timo Jans selber, zudem setzte Stefan Beljic den Ball beim Stand von 27:25 für die Rams weit drüber. Mit dem sechsten erfolgreichen Siebenmeter zum 28:25 sorgte Schmiedel für die Entscheidung. Beljic konnte nur noch zum 26:28 verkürzen, ehe Ravensburg die Schlusssekunden clever herunterspielte. „Das war ein Hammerspiel, oberes Landesliganiveau“, meinte Niederer. „Aber es waren trotzdem nur zwei Punkte, es geht in der Tabelle immer noch sehr eng zu.“ Noch haben die Rams den Klassenerhalt nicht sicher, auch die Konkurrenz im Tabellenkeller gewann am Wochenende. Mit einer Leistung wie am Samstag sollte aber nichts mehr schiefgehen.

TSB Ravensburg – TG Biberach 28:26 (16:13) – TSB: Neff, Merk; Schmiedel (11/6), Bruder (5), Geiß (4), Langlois (4), Frank (2), Reichle (1), Gohmann (1), Ober, La. Farkas, Hensel, Haefele, Naumann

TG: Drenceanu, Ellek; Braun (10/3), Botezatu (5), S. Krais (4), Beljic (3), Betz (1), Jans (1), Dück (1), Kruse (1), Kovacevic, Wille, D. Krais.