Ravensburgs Handballer verpassen den Titel

01.05.2019

RAMS POKAL NEWS Bericht der schwäbischen Zeitung Ravensburg – Die Landesliga-Handballer der TSG Söflingen II und Bezirksliga-Meister HSG Langenau-Elchingen haben beim Bezirkspokal-Final-Four des Handballbezirks Bodensee-Donau den Pott in die Höhe gestemmt. Beide Vereine setzten sich in den Finals gegen die Mannschaften der Ravensburg Rams durch, die in der Kuppelnauhalle dafür als sehr gute Gastgeber punkteten.

„Ich möchte mich herzlich bei TSB-Vorstand Uli Wald und seinen vielen Helfern bedanken, gratuliere unseren beiden Siegern und wünsche allen einen guten Nachhauseweg“, sagte Bezirksvorsitzender Heiko Griebel nach zwei spannenden Turniertagen, an dessen Ende die Hausherren und die Lady Rams – aus Sicht der Ravensburger Fans leider – ohne Meisterwimpel und goldene Trophäe geblieben waren. Dabei entwickelte sich insbesondere das Endspiel der Rams gegen Ligakonkurrent TSG Söflingen zu einem packenden Schlagabtausch. Beide Landesligisten schenkten sich nichts. Mit hohem Tempo und schönen Spielzügen versetzten beide Mannschaften ihre Fanlager in Partystimmung – auch am eigenen Kreis wurde beherzt zugepackt. Folgerichtig wurden beim 13:13-Unentschieden die Seiten gewechselt und es blieb bis zur 49. Minute beim 21:21-Zwischenstand ein enges Rennen.

Manndeckung bringt den Sieg

Bis Söflingen eine Manndeckung gegen Ravensburgs Joel Schwarz in dessen letztem Spiel für die Rams (er wechselt zur neuen Saison zur MTG Wangen) ansetzte und den Spielern von TSB-Trainer Levente Farkas somit den Zahn zog. Am Ende gewannen die Gäste mit 29:25 und ließen sich von ihren im Reisebus mitgekommenen Fans feiern.

Auch nach dem Finale der Frauenkonkurrenz standen nicht etwa die heimischen Handballfans Kopf, sondern der Anhang der Gäste aus Langenau-Elchingen. Nachdem sich deren HSG-Spielerinnen ungeschlagen den Titel in der Bezirksliga und somit den Landesliga-Aufstieg gesichert hatten, wurden sie auch gegen die Lady Rams von Trainer Heino Stieger ihrer Favoritenrolle gerecht. 31:21 lautete das Endergebnis aus Sicht von Toptorjägerin Tatjana Schönefeldt (zwölf Tore, vier Siebenmeter) und ihren Mitspielerinnen, die bereits zur Halbzeit mit 16:9 führten.

Dennoch gaben sich die TSB-Spielerinnen zu keinem Zeitpunkt der Partie auf und kämpfen beherzt – doch es sollte nicht für eine faustdicke Überraschung durch den Kreisligameister reichen. Zurück zur Herrenkonkurrenz: Dort hatte die Reserve aus Söflingen der MTG Wangen II beim 34:25-Erfolg im Halbfinale nicht wirklich eine Chance gelassen, während im Derby zwischen den Rams und dem TSV Bad Saulgau II Kleinigkeiten den Ausschlag zugunsten der Hausherren gaben, die auch aufgrund der besseren Chancenverwertung verdient mit 28:23 gewannen. Bei den Halbfinals der Frauen hatte sich der TSB gegen den SV Schemmerhofen mit 28:20 durch, während die HSG Langenau-Elchingen dem TSV Bernstadt beim 32:17-Erfolg keine Chance gelassen hatte.

Nachdem Tag eins beendet war, standen Spieler, Verantwortliche, Fans und Zuschauer aus anderen Vereinen noch bis spät am Abend im Foyer der Kuppelnauhalle beisammen und fachsimpelten über ihren Sport, der bei diesem Event tolle Werbung in eigener Sache machte. Und der TSB? Der war nach diesem Pokal-Final-Four zumindest abseits des Feldes ein Gewinner. Auf dem Feld dagegen gab es Enttäuschung.